sommerszene blog


Socialism is good!
Juli 4, 2007, 1:19
Gespeichert unter: writers

Rock ’n’ Roll ist tot, es leben die Revolutionslieder! Davon konnte man sich am Montag bei den Asian Dinner Stories mit zwei chinesischen Dokumentarfilmen überzeugen.

Zheng Daoxing, Soldat, Unternehmer, Bauer, Musikinstrumentenbauer und Rockmusiker, gibt auf der Gitarre und in Begleitung einer Band, die sich „Dianshi“ (Fernsehen) nennt, sein Leben und damit ein Stück chinesische Geschichte zum Besten. Vom Kampf gegen Japan, dem zweiten Weltkrieg, dem Konflikt zwischen Kommunisten und Nationalisten, der Ausrufung der Volksrepublik China, der Kulturevolution bis hin zur rasanten wirtschaftlichen Modernisierung: Zheng Daoxing war dabei und erzählt sprechsingend persönliche Episoden aus einem bewegten Leben. Eine wilde Mischung aus inbrünstig-groteskem Lob- und Abgesang auf socialism und Mao.

Nachtrag:
Die chinesische Nationalhymne heißt Marsch der Freiwilligen und geht so:
Steht auf! Alle, die keine Sklaven mehr sein möchten!
Lasst uns aus unserem Fleisch und Blut die neue Mauer bauen.
In größter Bedrängnis Chinas Volk.
Der Unterdrückten letzter Schrei ertönt:
Steht auf! Erhebt Euch!
Mit tausend Leibern, einem Herz
den feindlichen Kanonen zum Trotz:
Vorwärts! Vorwärts! Voran!

Bleibt die Frage: „Is this misery or happiness?“ (ein verkannter, brot- und schuhloser Artist in Wu Wenguangs „Life on the Road“)

Oder, wie es John, the average American in Indien sagt: „I like Elvis because he was a billionaire.“ (Ashim Ahluwalia „John and Jane“)


Noch keine Kommentare bis jetzt
Kommentieren



Kommentieren
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>